Ein messebauspezifisches Phänomen !Das Finden einer Damentoilette !
Solange ich als Messeconsulterin und Messebauerin unterwegs bin, und das sind ja schon ein paar Jährchen, gibt es immer ein Thema das sich durch alle Veranstaltungsorte und Aufbauprozesse zieht, es fehlt die Damentoilette !

Nicht dass es keine geben würde, es gibt sie schon, aber die Nutzung ist äußerst schwierig und gestaltet sich zu einem schier unüberwindbaren Prozess. Ob Frau sich den Schlüssel beim „Vorarbeiter“ extra abholen muss (Männer nicht) oder ob alle Damentoiletten verschlossen sind, (weil braucht Frau nicht) der Fantasie für Nutzungsunterbindung durch den Veranstalter sind keine Grenzen gesetzt.
In den neuesten und supermodernen Messegeländen kann beobachtet werden, wie 3 Millionen gläserne Aufzüge und Eventcatering auf Rädern vorbeisausen, aber zur Aufbauzeit ist mal wieder nur ein Damen WC geöffnet, der Fußweg dorthin geht durch 4 Messehallen und ist mindestens 30 Kilometer lang.
Bei Aufbauprozessen auf deutschen Messeplätzen, auch gerne bei Privatinstitutionen wo durch Veranstalter lokale Messen ausgerichtet werden, sind immer die gleichen, fragenden Blicke unter Frauen zu beobachten, entschuldigen Sie, haben Sie schon eine Damentoilette gefunden?
Ich glaube fast, dass Damen-WC ist eine aussterbende Spezies. Es werden immer weniger gesichtet. Eigentlich schade, dass Messeveranstalter, die sich ja als Gastgeber verstehen und humane Rollstuhlrampen bauen es nicht für wichtig empfinden, einfach mal in 10 Messehallen auch 10 nette Damen-Klos zur Verfügung zur stellen.
Dabei geht es nicht um das Thema Weiblich oder Männlich, dabei geht es um ein humanes Verständnis und Höflichkeit !